Nebengruppen PSE < Chemie < Naturwiss. < Vorhilfe
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(Frage) beantwortet | Datum: | 16:09 Do 12.10.2006 | Autor: | Loddar |
Hallo an alle Chemie-Freunde!
Es ist soweit: Ihr erlebt hier meine erste Frage.
Und zwar geht es um die Elemente der Nebengruppen und deren Wertigkeiten. Aus Büchern habe ich rausgefunden, dass diese Elemente in erster Linie die Wertigkeit $+2_$ haben, da in der äußersten Schale 2 Valenzelektronen vorhanden sind.
Nun können diese Elemente aber jeweils verschiedene Wertigkeiten annehmen (Beispiele: [mm] $Fe^{2+} [/mm] \ / \ [mm] Fe^{3+}$ [/mm] oder [mm] $Cu^{+} [/mm] \ / \ [mm] Cu^{2+}$ [/mm] ).
Meine Frage: woher weiß ich, welche Wertigkeiten angenommen werden können der einzelnen?
Und 2.: Woher weiß ich, warum in welcher Verbindung gerade diese Wertigkeit angenommen wird?
Kommt es auf die Umgebung oder einfach nur auf die Reaktionspartner an?
Für jeden Hinweis wäre ich sehr dankbar ...
Viele Grüße
Loddar
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(Mitteilung) Reaktion unnötig | Datum: | 16:19 Do 12.10.2006 | Autor: | Herby |
Hallo Loddar,
> Hallo an alle Chemie-Freunde!
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> Es ist soweit: Ihr erlebt hier meine erste Frage.
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yeeaaaaaaahhh Party:
[Dateianhang nicht öffentlich] [Dateianhang nicht öffentlich]
[Dateianhang nicht öffentlich] [Dateianhang nicht öffentlich]
[Dateianhang nicht öffentlich] [Dateianhang nicht öffentlich] [Dateianhang nicht öffentlich]
Auf deine Frage weiß ich aber keine Antwort: Vielleicht: Wikipedia
Liebe Grüße
Herby
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Hallo Thorsten,
schön, dass ich dir auch mal ne Frage beantworten kann. Bei Nebengruppenelementen sind die Orbitale 4s & 3d + 5s & 4d + 6s, 4f & 5d + 7s, 5f & 6d energetisch eng benachbart. 3d Zustände können energetisch über und unter den 4s Zuständen liegen. Ebenso 4d über/unter 5s, 5d über/unter 6s
anomale Besetzung bei Nebengruppenelementen (Wertigkeit kann wechseln).
4f (Lanthanide) bzw. 5f (Aktinide) zeigen anormales Verhalten.
Das bedeutet, es kann zu Elektronenübergängen zwischen den Schalen kommen und das hat verschiedene Oxidationsstufen (Wertigkeiten) zur Folge. Prinzipiell wollen die Elemente natürlich eine voll- oder halbbesetzte Außenschale haben. Wovon es jetzt abhängt, ob z.B. Eisen bei der Oxidation FeO oder [mm] Fe_{2}O_{3} [/mm] bildet, weiß ich nicht. Wahrscheinlich entstehen beide Oxide. Du darfst aber auch nicht vergessen, dass solche Metalle mehrere allotrope Modifikationen bilden können. Vermutlich ist auch das für eine solche Reaktion wichtig und ausschlaggebend für das Produkt.
Mehr kann ich dir erst mal auch nicht sagen. Wenn's dich näher interessiert, schau ich mal in die Literatur oder gebe dir ne Empfehlung.
Viele Grüße
Daniel
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(Mitteilung) Reaktion unnötig | Datum: | 08:50 Fr 13.10.2006 | Autor: | Loddar |
Hallo Daniel!
Erst mal vielen Dank für Deine Antwort.
Dass es mit den diversen (unterschiedlichen) möglichen Besetzungen der Orbitale zu tun hat, hatte ich mir fast gedacht.
Eine einfachere Erklärung gibt's wohl nicht?
Könntest Du noch bitte "allotrope Modifikationen" erläutern?
Für einen Literaturhinweis wäre ich wirklich dankbar (wenn es auch für Normalsterbliche verständlich ist).
Grüße
Thorsten
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Hallo Thorsten,
ich hab mich schon um populärwissenschaftliche Formulierungen bemüht. Sorry!
Allotrope Modifikationen kennst du auch. Man könnte vielleicht Erscheinungsform sagen. So gibt es z.B. beim Kohlenstoff den Diamanten, den Graphit, die Fullerene. Beim Sauerstoff kennt man [mm] O_{2} [/mm] und [mm] O_{3} [/mm] (Ozon). Und bei vielen Metallen, eben unseren Nebengruppenelementen, kennt man z.B. beim Eisen das [mm] \alpha-Fe [/mm] und das [mm] \beta-Fe. [/mm] Isotope zählen allerdings nicht dazu.
Viele Grüße
Daniel
PS: Der Literaturhinweis kommt, aber erst am Sonntagabend. Ich bin übers Wochenende nicht da.
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(Mitteilung) Reaktion unnötig | Datum: | 14:29 Fr 13.10.2006 | Autor: | Zwerglein |
Hi, Loddar,
> Könntest Du noch bitte "allotrope Modifikationen"
> erläutern?
"Allotopie" - das kommt aus dem Griechischen und heißt in etwa: "Umwandlung in etwas Anderes".
Chemisch versteht man darunter die Erscheinung, dass Elemente je nach Zustandsbedingungen (Temperatur, Druck) in verschiedenen festen Zustandsformen (Mofikikationen) existiert; bei Verbindungen nennt man es "Polymorphie".
Man unterscheidet zusätzlich zwischen "enantiotropen" (= wechselseitig umwandelbaren) und "monotropen" (= einseitig umwandelbaren) Modifikationen.
Ein Beispiel für einen Stoff mit enantiotroper Umwandlung ist Schwefel (rhomischer oder [mm] \alpha-Schwefel [/mm] und monokliner oder [mm] \beta-Schwefel);
[/mm]
ein Beispiel für einen Stoff mit monotroper Umwandlung ist Phosphor (weißer und violetter Phoshor).
> Für einen Literaturhinweis wäre ich wirklich dankbar (wenn
> es auch für Normalsterbliche verständlich ist).
Da kann ich Dir schon mal den Hollemann/Wiberg ans Herz legen und natürlich auch Römpps Chemie-Lexikon.
mfG!
Zwerglein
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(Frage) beantwortet | Datum: | 07:20 Sa 14.10.2006 | Autor: | Loddar |
Hallo liebe MatheRaum bzw. hier Chemiefreunde!
Ausnahmsweise schreibt jetzt nicht der Thorsten, sondern seine Freundin... Ich bin die Kathleen und "muß" eine Ausbildung zur MTA L machen. (Ich hab das nicht gewollt!!!!!!)
Nun aber zu meinem Problem: ich muß deshalb die Chemie VERSTEHEN! Nun ja, wir haben schon mehrere "Nachtschichten" eingelegt, aber dann komme ich, mal wieder!, mit einer Frage, die wir uns nicht einfach so erklären können... Und die gestellte ist eine solche.
Dies zur Vorgeschichte, damit Ihr auch versteht, warum hier solche Fragen kommen.
Ich bin ja froh drüber, daß es Möglichkeiten gibt, hier nachzufragen!
Allerdings hat mir Thorsten Eure Antworten zu lesen gegeben => ich verstehs leider nicht:
Warum wechseln denn die Orbitalbesetzungen und wo steht, wann dem so ist?
Meine bisher gefundene Lösung, ist nicht befriedigend für mich:
Warum und wie werden denn nun diese einzelnen Orbitale mit den Elektronen aufgefüllt? Und woran kann man erkennen, wie welche verschiedenen Orbitalbesetzungen entstehen (können)?
Liebe Grüße aus Berlin / Weißenfels und ein großes DANKE SCHÖN im voraus für Eure Mühen
Kathleen
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Hi, Kathleen,
daran, dass Du so lange keine Antwort bekommen hast, erkennst Du schon mal, dass Deine Frage gar nicht so einfach zu beantworten ist!
Vielleicht gibt es darauf gar keine "wirklich einfache" Antwort.
Ich kann Dir nach längerer Suche auch nur dieses anbieten:
http://ruby.chemie.uni-freiburg.de/Vorlesung/metalle_8_1.html
und hoffe, Loddar kann alle Unklarheiten beseitigen!
PS: Grüß den ehemaligen "Mr.Zeus" von mir!
mfG!
Zwerglein
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